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Objektbericht Ärztekammer Berlin

Foto: Ivan Nemec

Ärztekammer Berlin

Ärztekammer Friedrichstr. 16 Berlin

Fassade
Euro-Modul

Objektbericht
Pressemitteilung
Funktional zugeordnete Fassadenausführungen in Glas und Terrakotta signalisieren den halböffentlichen Charakter dieses Neubaus an der südlichen Friedrichstrasse.
Die Ärztekammer Berlin, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, entschied sich 1999, ein auf Ihre Belange individuell abgestimmtes, offenes Haus in der Stadtmitte von Berlin zu bauen. Der gesellschaftlichen Bedeutung des Ärztestandes sollte dabei durch entsprechende Gestaltung des Raumprogramms, aber auch in der äußeren Gebäudestruktur und der Materialität Rechnung getragen werden. Die Konzeptfindung für diesen Neubau wurde im Frühjahr 2000 international ausgeschrieben. Das Berliner Büro Hascher Jehle Architektur erhielt dabei den ersten Preis.

Städtebauliche Relevanz
In dem eher niedrigen Stadtteilniveau der ehemaligen Grenzlage in BerlinKreuzberg wollte die Ärztekammer mit ihrem Neubau ein Signal setzen: ein selbstbewußtes Haus sollte es sein, das seine Funktion im öffentlichen Raum wahrnimmt, sich aber dennoch nicht exaltiert in Szene setzt. Mit seinen klar strukturierten Glas- und Terrakottafassaden integriert es sich unaufgeregt in den städtischen Raum und wird so zum selbstverständlichen Baustein im südlichen Bereich der Friedrichstrasse. Selbstbewußt setzt es gleichzeitig aber auch Akzente, indem es die Ecke zur E.T.A.-Hoffmann-Promenade, mit Sichtbezug zum Jüdischen Museum, als besonderen Blickfang betont und in seiner klaren Form die bisher fehlende städtebauliche Kante in dieser Ecksituation definiert.

Deutlich ablesbare Raumnutzung
Zwei Hauptmerkmale prägen das Entwurfskonzept. Auf insgesamt 4055 m² Bruttogeschossfläche wird zum einen ein modernes Dienstleistungszentrum mit Begegnungsstätten und Fortbildungszentrum entwickelt. Mit einem zweigeschossigen, völlig verglasten Bereich in EG und 1.OG tritt das Gebäude in den Dialog mit der Stadt; – der Neubau wird zu einem Ort der Kommunikation und repräsentiert die Transparenz und Offenheit der Ärztekammer Berlin. Im Inneren wurde folgerichtig das sonst üblicherweise knappe Pförtner-Foyer im Erdgeschoss durch ein über flache Rampen und Treppen erschlossenes räumliches Kontinuum aus öffentlichem und halböffentlichem Bereich ersetzt. Es mündet schließlich im 1. OG in einem Dachgarten, der in einer leicht terrassenartig angelegten Schräge bis auf die Höhe des 2. OG führt.
Im 3. bis 6. Obergeschoss ist das Haus überwiegend mit Büronutzung belegt. Die Verwaltung der Kammer, der Vorstand sowie die Gremienorganisation sind hier untergebracht. Kombibüros mit dreibündiger Nutzung öffnen sich mit verglasten Trennwänden zu den Fluren und werden zu hellen Gemeinschaftszonen, die die Kommunikation fördern. Dabei ist dieser Bereich als Ganzes nach außen hin eher geschlossen, was durch die hier verwendete großformatige Klinker-Fassade im Kontrast zu der totalen Verglasung der öffentlich zugäglichen unteren zwei Etagen deutlich ablesbar ist.