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Foto: Stefan Müller-Naumann
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Objektbericht Chronoswiss Uhren

Foto: Stefan Müller-Naumann

Ein »Haus für die Zeit«

Chronoswiss Uhren München/Karlsfeld

Fassade
Klinker Euro-Modul

Objektbericht
Pressemitteilung
Neubau einer kleinen aber feinen Uhrenfabrik in Karlsfeld bei München, eine Bauaufgabe, die in der Geschichte der Baukultur bisher ohne Beispiel ist.

Am Monatsende wird es spannend, - wenn die Uhrzeiger wie von Geisterhand getrieben auf den 1. springen, egal ob vom 28., 29., 30. oder 31. des Vormonats.- Der ewige Kalender knüpft an an das Erbe großer Uhrmachertradition, ein Höchstmaß an Präzision, die sich dann auch in dem neuen Domizil der Uhrenfabrik Chronoswiss in Karlsfeld bei München wiederfinden sollte. Das war – kurz zusammengefasst – die Vorgabe des Bauherrn, die dann sehr sorgfältig recherchiert und bis ins letzte Fertigungsdetail durchgeplant von den Münchener Architekten Weickenmeier, Kunz + Partner aufgenommen und umgesetzt wurde. Die Corporate identity des Unternehmens sollte gebaut werden, ablesbar in der Architektur. Klassischen Vorbildern entsprechend sollten sich die Funktionen Präsentation, Produktion, Entwicklung, Verwaltung und Marketing ganzheitlich unter einem Dach entwickeln. Inhaltlich und formal sollte damit dieser neue Typus einer Uhrenmanufaktur der Logik und Präzision eines Uhrwerks entsprechen, in dem alle Teile sinnfällig ineinander greifen; d.h. Architektur und Inhalt gehen eine Symbiose ein, die außen und innen ablesbar ist, verifiziert in ökologischer Bauweise und ausschließlich mit Materialien, die zeitlos, klassisch, tradiert und regional nachweisbar sind: Mauerziegel, Terrakotta, Stahl, Aluminium, Kupfer und Glas im Au- ßenbereich, Eiche, Solnhofer Schiefer, Gips und Filz im Inneren des Gebäudes.

Dreischichtig gegliedert
Zur Verfügung stand ein etwa quadratisches Grundstück von 1520 m² mit einer sich im Norden anschließenden Wohnbebauung und der Erschließungsstraße im Süden. Das in seinen Grundzügen dreigeschossige Gebäude ist gekrönt von einem zurückspringenden Geschoss mit Tonnendach und davor liegenden Terrassen. Im Erdgeschoss erschließt eine zweigeschossige Eingangshalle den Empfangsbereich mit Sekretariat und Gästelounge sowie das sich über alle Etagen entwickelnde Uhrenmuseum im Zentrum des Hauses. Dahinter gelagert sind die Räume für die Buchhaltung, für Versand und Marketing sowie für die Kundenberatung. Dazwischen eingestellt ist eine massive Kernzone mit den notwendigen Servicefunktionen wie Treppe und Lift, Sanitärräumen, Teeküche u.ä.. Im Obergeschoss mündet die zweigeschossige Eingangshalle und erschließt hier neben dem Bereich der Geschäftsführung die essentiellen Flächen für Produktion und Service, für Entwicklung und Qualitätssicherung. In dem das Gebäude abschließenden Dach- und Staffelgeschoss schließlich befindet sich u.a. ein großer zentraler Raum für Präsentation, Konferenzen und Schulungsveranstaltungen. Mit dem Produktionsbereich im Obergeschoss, d.h. auf der sogen. “Beletage“ des Hauses, gleichsam eingefasst von den dienenden Funktionen sowohl auf gleicher Ebene als auch im Erd- und Dachgeschoss, entwickelte das Büro Weickenmeier, Kunz + Partner eine “architecture parlande“, die diese Funktionen außen und innen ablesbar macht. Ihre Verzahnung erfolgt über eine zentrale Mittelachse, der eine Rotunde durch alle Geschosse hindurch umschrieben ist: das Uhrenmuseum.