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Objektbericht Fassadensanierung TU, München

Foto: Michael Heinrich

Schwingende Klinkerfassade

Fassadensanierung TU München

Fassade
Klinker-Riegelformat

Objektbericht
Pressemitteilung
Rückbau und Sanierung eines Institutsgebäudes der TU München aus dem Jahre 1963
Das Haus 0505, ein Institutsgebäude auf dem Gelände der Technischen Universität München, war ursprünglich aus unterschiedlichen, geschossweise »übereinandergestapelten« Stahlbeton – Rahmen - Konstruktionen errichtet worden. Daraus folgten dann auch entsprechend unterschiedliche vertikale Baulinien zwischen der ebenerdigen Halle und den darüberliegenden Geschossen. Diese Eigenart des Vorgängergebäudes aus den 60er Jahren ist jetzt im Zuge der Sanierung, die insbesondere im Hinblick auf aktuelle Energie- und Brandschutzanforderungen erforderlich wurde, von den Architekten Hild und K, München, aufgenommen und weiterentwickelt worden. Die ehemals vorgehängte Fertigteilfassade ist in diesem Zusammenhang einer vorgemauerten Klinkerschale gewichen. Damit wurden Bezüge aufgenommen, sowohl zu den umgebenden TU-Bauten, als auch generell zu der Bestandsarchitektur.

Eine Fassade gerät in Bewegung
Nach den Entwürfen von Hild und K gliedert sich die neue Klinkerfassade in Brüstungen und Pfeiler. Letztere folgen dabei den Fluchten der vorhandenen Stützen und damit auch den aus der Vergangenheit konstruktionsbedingten Rücksprüngen oberhalb des ersten Obergeschosses, d. h. ab dem zweiten Obergeschoss schwingen die Pfeiler in die Ebene der Brüstungen zurück und reagieren so auf die bestehende Stahlbetonkonstruktion. Die maximale Auslinkung der Pfeilerverblendung wurde dabei in der Höhe leicht variiert. So entsteht im unteren Bereich ein starkes Relief, das sich nach oben hin glättet. Unterstützt wird diese ornamentale Ausformung durch den verwendeten Klinker des Herstellers GIMA, Girnghuber GmbH, Marklkofen, ein speziell für dieses Objekt produzierter Stein in der Farbe »Argento« im Sonderformat 240x115x40 mm. Die für dieses Objekt entwickelte Glasur, ähnlich einer keramischen Salzbeschichtung, ist mattglänzend, so dass sie die Lichtreflexionen der schwingenden Pfeilerbekleidungen diffus bricht. Damit vermittelt dieser dunkel glänzende Vormauerklinker zugleich zwischen dem Sichtmauerwerk der 50er- und 60er-Jahre-Gebäude auf dem Nordgelände der TU und den Aluminium-Fassaden der technischen Neubauten in dem südlichen Areal. Fassadenbündig integrieren sich die Fenster ausgewogen in das Wechselspiel von Vorsprung und Fläche, von Pfeiler und Brüstung. Größen und Achsen wurden unverändert von dem Vorgän gerbau übernommen.