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Objektbericht Hauptstelle Kreissparkasse Ludwigsburg

Foto: Roland Halbe

Einheit in Vielfalt

Hauptstelle Kreissparkasse Ludwigsburg

Fassade
Klinker-Riegelformat

Objektbericht
Pressemitteilung
Erweiterung der Kreissparkasse Ludwigsburg in moderner Interpretation der gewachsenen städtebaulichen Strukturen.
Die Kreissparkasse Ludwigsburg betreibt über 100 Geschäftsstellen und ist damit die zweitgrößte Sparkasse in Baden-Württemberg. Die ca. 900 Mitarbeiter in der Verwaltung sind in der Hauptgeschäftsstelle am Schillerplatz in Ludwigsburg stationiert, waren aber auch auf weitere angemietete Gebäude im Stadtgebiet verteilt. Um die Verwaltung des Unternehmens effektiver zu gestalten, war es das Ziel, die Hauptverwaltung mit ihrer Geschäftsstellenfunktion, insbesondere aber auch allen BackOffice-Bereichen an einer Stelle zu konzentrieren.
In unmittelbarer Nähe zum Standort Schillerplatz wurde die eher unstrukturierte Grundstücksfläche einer Autowerkstatt frei, ein Areal mit unansehnlichen älteren Gebäuden am Rande der Kernstadt. Das Stadtbild schien hier auszufransen. Die Planung für die Erweiterung der KSK Ludwigsburg in diesem Quartier zwischen Schiller-, Uhland-, Blumenund Gartenstrasse bot deshalb die einmalige Chance, neue städtebauliche Entwicklungslinien für diesen Standort zu definieren. Wo bisher stö- rende gewerbliche Nutzung bestimmend war, ergaben sich mit der Erweiterung der KSK neue Perspektiven, Grundstrukturen und Materialität der Umgebungsbebauung wieder aufzugreifen und sie neu zu interpretieren. -Aus übernommenen Themen entsteht eine neue Formensprache.

Raumordnung
Dem Architekturbüro KBK Belz Lutz , Stuttgart, war in Abstimmung mit der Stadt Ludwigsburg daran gelegen, das historische, orthogonale Straßensystem mit seiner Blockbebauung aus dem 19. Jahrhundert an dieser Stelle wieder aufzunehmen und zu schließen. In der Regel 3-geschossige Einzelhäuser mit sehr geringem Abstand prägen hier das Stadtbild; um ein Geschoss höhere Gebäude mit aufwendigerer Ausformung betonen die Blockecken. An diesen historischen Vorgaben sollte sich der Erweiterungsbau der KSK städtebaulich orientieren.
Das Baukonzept entwickelte sich aus einer strengen Bebauungs- und Erschließungsstruktur. So wurde als prägendes Element des bestehenden Sparkassengebäudes die entlang der Schulgasse verlaufende breite HauptErschließungsachse aufgenommen und über die Gartenstraße hinweg in das neue Projekt bis zur Uhlandstraße weitergeführt. Durch diesen Brückenschlag ist es gelungen, beide Sparkassengebäude sowohl ober- als auch unterirdisch optimal miteinander zu verbinden. Der neue Erschließungsstrang bildet damit gleichsam das Rückgrat für die neue Bebauung des Quartiers. Im Wechsel sind an diesem Hauptflur 3- und 4-geschossige Einzelhäuser angelagert. Zwischenräume und Zäsuren sorgen für die notwendige, natürliche Belichtung und gliedern das Bauensemble in einzelne überschaubare Hauseinheiten. Mit den transparenten Zäsurfassaden wurden die typischen Gebäudeabstände der Nachbarschaft in die Neubauplanung übernommen. Die Gebäude aus der Gründerzeit entlang der Blumenstraße finden so straßenbegleitend ihr Gegenüber in den neuen Bürohäusern. Im Nordwesten und Nordosten markieren zwei kraftvolle, 4-geschossige Eckgebäude den Anfangs- und Endpunkt des Erschließungsstranges und schließen das Quartier mit der gewünschten Betonung nach außen hin ab. Durch das Auflösen der Baumassen in ablesbare Einzelbaukörper wird die Struktur und Körnung des Stadtraumes aufgenommen.