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Foto: Stefan Müller-Naumann
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Objektbericht Hochschule München

Foto: Stefan Müller-Naumann

Erweiterungen bereits vorausgedacht

Hochschule München München

Fassade
Klinker-Fertigteile

Objektbericht
Pressebericht
Neubau der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München als Teil des im Rahmen eines Ideenwettbewerbs geplanten Kreativquartiers an der Dachauer Straße

Der doppelte Abiturjahrgang 2011/2012 drängt jetzt zunehmend an die Hochschulen. Um dem Rechnung zu tragen, gleichzeitig aber auch die demographische Entwicklung der geburtenstarken Jahrgänge zu berücksichtigen, wurde im Jahre 2009 durch den Freistaat Bayern die Errichtung eines neuen Hochschulgebäudes in München auf einer Hauptnutzfläche von 6.000 qm an der Dachauer Straße ausgeschrieben. Die Münchner Grundbesitz-Verwaltungs-GmbH bekam den Zuschlag. Geplant wurde der Bau von SAM Architekten und später auch von diesen betreut. Teilbereiche, und hier insbesondere die Fassadengestaltung, waren darüberhinaus Inhalte eines zusätzlichen Realisierungswettbewerbs, zu dem fünf renommierte Architekturbüros aufgefordert worden waren, und der von Steidle Architekten, München gewonnen wurde. Bis zu 2.600 Studenten können nunmehr ab dem Sommersemester 2012 zusätzliche Vorlesungs- und Seminarräume am neuen Standort in der Dachauer Straße, nordwestlich des historischen Zeughauses, nutzen.

Städtebauliche Dichte der künftigen Bebauung vorweggenommen
Das Gebäude liegt im städtebaulichen Kontext mit denkmalgeschütztem Baubestand aus dem späten 19. Jahrhundert. Die von Bauamt und Hochschule vorgegebenen grundsätzlichen Nutzungsstrukturen sahen demzufolge dann auch entlang der Dachauer Straße eine kleinteilige Institutsnutzung vor und in der Grundstückstiefe die Hörsaal- und Seminarbereiche. Gleichzeitig sollte der Neubau zu einer repräsentativen Adresse werden und sich insbesondere im Bereich der Dachauer Straße überzeugend in die stadträumliche Umgebung einfügen. Der aus dem Realisierungswettbewerb hervor gegangene Entwurf von Steidle reagierte auf diese Vorgaben:
  • Die entlang der Dachauer Straße durch Einzelhäuser geprägte heterogene Stadtstruktur wird aufgegriffen und der Hochschulneubau signifikant von dem im Süden angrenzenden, um 1900 als freistehendes Gebäude konzipierten Wohnhaus abgerückt und bildet damit eine eindeutig eigenständige Adresse.
  • Als Auftakt zu einer neuen, übergeordneten städtebaulichen Entwicklung, die in Teilbereichen eine Geschoßflächenzahl von bis zu 2,2 prognostiziert, wurde dieser neue Hochschulbau auch bereits sechsgeschossig ausgeführt. Damit überragt er zugleich auch bewusst die Nachbargebäude, was zusammen mit der Freistellung seine Eigenständigkeit stärkt.
  • Das Klinkermaterial der Fassadenhaut, zumindest soweit sie von den angrenzenden Straßen aus sichtbar ist, bezieht sich auf die historische Nachbarschaft des Zeughauses, das in den Jahren 1861 bis 1865 als Rotziegelbau entworfen worden war. Die bunten natürlichen Brennfarben seines ursprünglichen Mauerwerks wurden aufgenommen.