close

Willkommmen auf www.gima-ziegel.de

Für eine optimale Darstellung aller Inhalte bitte die Zoom-Funktion des Browsers benutzen oder in den Vollbildmodus wechseln

zurück

Objektbericht Johanneshaus

Foto: Matthias Schmiedel

Im Kontext mit der Geschichte

Johanneshaus Neu-Ulm

Fassade
Klinker-Riegelformat

Objektbericht
Pressemitteilung
Neubau des Pfarrzentrums »Johanneshaus« in Neu-Ulm, nachdem das Vorgänger-Gebäude wegen verschiedener Baumängel abgebrochen werden mußte. 

Die Latte lag hoch! 
Das neue Johanneshaus sollte nämlich an alter Stelle, d.h. in unmittelbarer Nachbarschaft der Stadt-Pfarrkirche St.Johann-Baptist wiedererstehen, einer der weltweit bedeutendsten expressionistisch gestalteten Kirchenbauten des 20. Jahrhunderts. 1857 entstanden als französische Garnisonskirche, wurde dieser Bau zwischen 1922 und 1926 und dann noch einmal nach dem zweiten Weltkrieg von Dominikus Böhm (1880 – 1955) architektonisch in die heutige Form gebracht. „Schnell war klar“, so die Architekten um Wolfgang Heisler, Freie Architekten in Ulm/Donau, „dass wir ein ganz zurück haltendes Gebäude entwickeln wollten, einen Bau mit ruhiger, zur Kirche ausgerichteter Fassade, - ein Bauwerk, das den Johannesplatz an dieser Stelle einfasst.“ 

Das Gemeindeleben erlebbar machen
Die klar geometrisch gegliederte Lochfassade, - hohe rechteckige Fenster in den Obergeschossen und zweiflügelige Türen im Erdgeschoss – und die bau- bzw. wärme-technisch bedingten tiefen Laibungen (24 cm Beton, 28 cm Wärmedämmung, 4 cm Luftschicht, 9 cm Klinkerschale) strukturieren das Gebäude, ohne ihm etwas von der zurückhaltenden Eleganz zu nehmen. Mit dieser Platzfassade und dem prägnant steilen Satteldach fügt sich das neue Haus unverwechselbar und zugleich harmonisch in die städtebaulich anspruchsvolle Situation. Der Bezug zur gegenüberliegenden Kirche St. Johann-Baptist, die u.a. mit dem Jurakalkstein der abgebrochenen Ulmer Befestigungsanlagen erbaut worden war, wurde mit der entsprechenden Wahl von Material und Farbe wiederaufgenommen. Die offenen Lochfassaden, die an die »Neue Klarheit« von Oswald Mathias Ungers denken lassen, transportieren viel Licht ins Innere und schaffen nach allen Seiten Durchblicke mit Bezug zur Natur. Zum Platz hin öffnet sich das Haus im Erdgeschoss über große zweiflügelige Türen und gibt Einblick in das Leben der Gemeinde, - im Saal, im Foyer – und schaut andererseits, von innen nach außen, über den im Südwesten gelegenen Innenhof hinüber zum Kindergarten. Das Gemeindeleben wird so erfassbar und sichtbar und sollte – das ist zumindest angedacht – zukünftig auch zusätzlich den Platz zwischen Kirche und Johanneshaus erfüllen.