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Objektbericht Neubau AUDIMAX FH

Foto: woernerundpartner, Hamburg

Nichts dem Zufall überlassen

Neubau AUDIMAX FH Wedel

Fassade
Klinker Euro-Modul

Objektbericht
Pressemitteilung
Durchgeplantes Klinker-Verblendmauerwerk beim Neubau des Audimax der Fachhochschule Wedel bei Hamburg
Durch das Angebot eines freiwerdenden Nachbargrundstücks erhielt die Fachhochschule Wedel die einmalige Chance, die notwendigen baulichen Erweiterungen zu realisieren und damit gleichzeitig einen großzü- gigen Campus zu schaffen. Ein neuer Boulevard verbindet die vorhandenen Gebäude mit dem Neubau, dessen helle, sandfarbenen Klinkerfassaden sich harmonisch in den neuen Landschaftspark einfügen. Neben dem Audimax wurden in dem Neubau die Studiobereiche für den Studiengang Medieninformatik in direktem räumlichen Zusammenhang untergebracht. Ein Leseraum ergänzt das Angebot für die Studierenden.

Die Bestandsbauten auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind in gelben Klinkern errichtet. Davon sollte sich das Mauerwerk des Neubaus ableiten, jedoch in modifizierter Gestalt, um im Einklang mit der modernen Architektur die dem Haus immanenten, innovativen und kreativen Wissensbereiche nach außen ablesbar zu machen. Monotonie, als Feind alles Schöpferischen, sollte u.a. durch ein großes Klinkerformat (390/90/190 mm) im Zusammenhang mit einer dezidierten Farbdifferenzierung aufgelöst werden. Dabei wurde nichts dem Zufall überlassen. Das aus den drei Klinkerfarben Trevi, Taranto und Trionto (Firmenbezeichnungen des Klinkerherstellers GIMA, Girnghuber GmbH, Marklkofen) addierte Mauerwerk folgt einem Verlegemuster, das exakt von dem Planungsbüro woernerundpartner planungsgesellschaftmbh, Hamburg vorgegeben worden war, und auch den Wechsel der Schichten aus 190 mm bzw. 52 mm hohen Klinkersteinen mit einbezogen hatte. Der Rapport umfaßt dabei in der Vertikalen jeweils vier hohe (190 mm) und vier flache (52 mm) Schichten bzw. im horizontalen Verlauf jeweils 12 Steinlängen á 390 mm. Als besondere Anforderung an den Verarbeiter, aber auch an den Hersteller, sollte sich dieses vorgegebene Verlegemuster der Klinkerschale auch um die sich nach unten verjüngenden, vorkragenden Stützmauern im Eingangsbereich sowie an der Gebäuderückseite herumziehen, - eine doppelte Meisterleistung: Nicht nur die von Schicht zu Schicht mit der Verjüngung sich verändernden Ecksteine waren zu produzieren, sondern darüberhinaus auch in den vorgegebenen Farbverlauf des eingebundenen Mauerwerks zu integrieren, - eine logistische Aufgabe, die nur in der engen Zusammenarbeit zwischen Planer, Klinkerhersteller und ausführender Firma perfekt gelöst werden konnte.
Das Ergebnis ist sicherlich außergewöhnlich; dem hohen Anspruch der Fachhochschule und ihrem Lehrauftrag dürfte es jedoch angemessen sein.