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Objektbericht Trauerhaus, Vilsbiburg

Foto: Toni Ott

Trauerhaus statt Leichenhalle

Trauerhaus Vilsbiburg

Fassade
Klinker-Riegelformat

Objektbericht
Pressemitteilung
Vor dem Hintergrund einer Baumgruppe und in direkter Sichtbeziehung zu der gegenüberliegenden Pfarrkirche ist im Norden des Friedhofes von Vilsbiburg in Niederbayern ein neues Trauerhaus gebaut worden. Die bisherige Leichenhalle wurde abgerissen. Bei dem Neubau wurden die Backsteinfassaden der spätgotischen Kirche von dem Architekten Stephan Birnkammer in neuer Übersetzung durch ein modernes KlinkerRiegelformat wieder aufgenommen. Unterstrichen wird dieser Dialog zwischen den beiden Häusern durch die Spiegelung der Pfarrkirche in der Glasfassade des Aussegnungsraumes.

Sinnhafte Gliederung der Trauer
Gestaltqualität und sehr sensibel analysierte Funktionsabläufe ergänzen sich zu einer pietätvollen und zugleich ästhetischen Symbiose dieses ungewöhnlichen Objektes. Eine von Westen nach Osten verlaufende Erschließungsachse verbindet den Aufbahrungsbereich mit dem Verabschiedungsraum im mittleren Teil des Gebäudes und dem dazu gehörenden, der Andacht gewidmeten Innenhof, an den sich schließlich ganz im Osten die Aussegnungskapelle anschließt. Der über Rampen leicht ansteigende Weg dorthin symbolisiert die sinnhafte Gewichtung der drei Stationen.
Der Aufbahrungsbereich besteht aus vier umschlossenen Raumeinheiten, die durch Oberlichter indirekt belichtet werden und sich zum Vorraum hin in voll verglasten Türen öffnen. Der im mittleren Gebäudeteil angeordnete Verabschiedungsraum wurde als „Haus im Haus“ konzipiert mit einem inneren Oval aus massiven Wänden, die Halt und Schutz signalisieren sollen. Ein natürlicher Lehmputz vermittelt Erdverbundenheit. Großflächige Verglasungen des zur Meditation einladenden Umganges schaffen den fließenden Übergang zum Innenhof. Die Aussegnungshalle, herausgehoben auf dem höchsten Gelände-Niveau im Osten des Gebäudes, überragt mit ihrer größeren lichten Höhe das umlaufende Vordach, und wird durch eine breite zweiflügelige Türanlage in der zum Friedhof sich öffnenden gläsernen Front erschlossen. Die Rückwand ist auch hier symbolhaft mit Lehm verputzt; sie trägt ein goldenes Kreuz als Sinnbild der Herrlichkeit Gottes.