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Objektbericht Uni am Kranen

Foto: Toni Ott

Denkmal geschützt und weiterentwickelt

Uni am Kranen Bamberg

Fassade
Klinker-Riegelformat

Objektbericht
Pressemitteilung
Sanierung und Erweiterung des Instituts für Archäologie, Denkmalkunde und Kunstgeschichte an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg.

An prominenter Stelle, in unmittelbarer Nähe des »Kranen«, dem mittelalterlichen Schiffs-Umschlagsplatz an der Regnitz, und zugleich ganz zentral inmitten des Weltkulturerbe-Bereiches der Stadt gelegen, beabsichtigte die Universität Bamberg ihr Bestandsareal zu sanieren und zu erweitern. Mit neuen Institutseinrichtungen, Büroräumen für Professoren und Wissenschaftliche Mitarbeiter, mit Labor-, Seminarund Archivräumen sowie studentischen Arbeitsplätzen sollte das Ensemble zukünftig in umfangreicherem Maße genutzt werden und damit zugleich den Innenstadt-Standort der Universität stärken. Das Kerngebäude »Am Kranen 14« war erstmals 1490 als Kupferhof außerhalb der Stadtmauer erwähnt worden. 1745 wurde es barock umgebaut und erweitert, und bei gleicher Gelegenheit die ursprünglich zum Kranen giebelständig orientierte Firstachse um 90 Grad gedreht. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dann noch ein mehrgeschossiges Rückgebäude auf dem Grundstück ergänzt. Speziell dessen Standsicherheit war jetzt unmittelbarer Anlass für die Neugestaltung des Ensembles innerhalb dieses engen, mittelalterlichen Quartiers. Aus einem beschränkten Wettbewerb des Staatlichen Bauamtes Bamberg ging das Büro Arc-Architekten Partnerschaft (vormals BrenneckeBiesterfeld- Leidl- Riesinger) in Bad Birnbach als Sieger hervor und wurde dann auch mit der Planung betraut.

Drei-Höfe-Prinzip setzt städtebauliche Maßstäbe
Das Universitäts-Quartier, in das das langgestreckte Grundstück »Am Kranen 14« mit seiner nördlichen Bebauung hineinragt, war ursprünglich durch drei Höfe definiert: den Bibliothekshof im Norden, den sich südöstlich daran anschließenden Mensahof und schließlich den eigentlichen Institutshof auf dem Grundstück »Am Kranen«. Durch den Teilabbruch der nördlichen Bebauung gingen prägende Raumkanten dieser Höfe verloren und zeigten kaum noch räumliche Qualität. Auch als Wegverbindung für die Öffentlichkeit war der Hof des Hauses Am Kranen nur noch wenig präsent. Aus dieser Situation leiteten sich die drei wesentlichen städtebaulich relevanten Zielsetzungen ab:
  • die drei Höfe sollten wieder als differenzierte räumliche Strukturen erlebbar werden,
  • das neue Rückgebäude war als eigenständiger Baukörper zu entwickeln, einschließlich der Nahtstelle des Zwischenbaus zum Hauptgebäude im Süden des Grundstückes und
  • die von Norden nach Süden verlaufende Wegverbindung zwischen Bibliothekshof und dem Platz »Am Kranen« sollte wiederhergestellt werden.