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Objektbericht Wald der Erinnerung, Ehrenhaine

Foto: Petra Steiner

Trost suchen in der Natur

Wald der Erinnerung Ehrenhaine, Geltow

Boden / Fassade
(Pflaster-)Klinker-Riegelformat

Objektbericht
Pressemitteilung
Gestaltung einer öffentlich zugänglichen Gedenkstätte in den Potsdamer Wäldern als Ergänzung zum Ehrenmal der Bundeswehr im Berliner Bendlerblock.

Der »Wald der Erinnerung« ist eine Gedenkstätte für alle im Dienst oder Einsatz verstorbenen Angehörigen der Bundeswehr. Eingebettet in den natürlichen Landschaftsraum im nordwestlichen Teil der Henning-vonTresckow-Kaserne bei Potsdam erstreckt sich das Ensemble über ein Areal von 4.500 qm.

Rüthnick Architekten, Berlin, entwickelte dazu das architektonische und landschaftsplanerische Konzept. Zentrales Element ist der »Weg der Erinnerung«, der den Besucher vom Eingangsgebäude, vorbei an sieben Stelen mit Namensschildern der Toten, bis zu dem räumlichen Abschluss der Gedenkstätte, dem »Ort der Stille« führt. Das als offener Durchgang angelegte Eingangshaus informiert in seinem Inneren u.a. über die Einsätze der Bundeswehr im Ausland. Im weiteren Verlauf begleiten den Gedenkweg dann rechts und links entsprechend sieben Ehrenhaine aus ehemaligen ausländischen Feldlagern, die hier weitgehend originalgetreu in Waldlichtungen wiedererstellt worden sind.

Der »Weg der Erinnerung« ist allein geprägt durch die Natur, - ursprüngliche Natur des dortigen Landschaftsraumes mit Eichen, Buchen, Birken, Hainbuchen und Kiefern und wurde auch nur ganz behutsam für die Errichtung der Gedenkstätte modelliert. Unterpflanzungen mit heimischen Sträuchern, ebenso wie wilde Wiesenflächen werden der natürlichen Entwicklung überlassen. Die Nähe zur Natur war bewusst gesucht und sollte so den Angehörigen einen würdevollen Rahmen schaffen zum Trauern und zum Innehalten. So wurden auch als Baumaterialien für die einzelnen Elemente des Ensembles Produkte ursprünglicher Natur gewählt: Ziegel aus gebranntem Ton, rustikal verarbeitet. Ein unregelmäßiger, reliefartig mit lediglich drei Millimeter breiter Fuge vermauerter sehr schmaler Stein (490 x 115 x 40 mm) erzeugt die architekturentscheidend minimalistischen Skulpturen. Ausgewählt wurde dafür ein echtes Kohlebrandprodukt der Firma GIMA, Girnghuber GmbH, mit der Werksbezeichnung »Erbusco FK«. Als naturbelassenes, regionaltypisches Material erzeugt das Mauerwerk im Einklang mit der gewachsenen Umgebung ein geschlossenes Erscheinungsbild und verleiht der Gedenkstätte, trotz ihrer gegliederten Gestaltung, den gewünschten monolithischen Charakter.