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Unternehmen / Historie /

In der Ziegelei in Marklkofen werden seit weit über 110 Jahren Ziegel für Wand, Boden und Dach hergestellt. Seit 1903 befindet sie sich im Besitz der Familie Girnghuber.

Marklkofen liegt im niederbayerischen Vilstal. Niederbayern ist schon seit der Römerzeit, wegen seiner ausgezeichneten Ton- und Lößlehmlagerstätten, ein bevorzugter Standort für Ziegeleien. Auch Wasser und Holz, die weiteren für die einstige Ziegelherstellung notwendigen Rohstoffe waren im Vilstal und im nahen Hügelland reichlich vorhanden.

Mit dem Bau der Eisenbahn nach 1870 konnte über den örtlichen Bahnhof Kohle als Brennstoff herantransportiert werden und die fertigen Waren konnten im weiteren Umkreis verkauft werden. So lieferte man schon vor dem Ersten Weltkrieg von Marklkofen aus Ziegel und Dachziegel ins Isartal, wo es wegen des fehlenden Rohstoffs keine Ziegeleien gab. Sogar in München fanden sich Abnehmer für Steine und Dachziegel. Nach dem Ersten Weltkrieg mussten immense Schäden behoben werden: der Bedarf an Ziegeln stieg. Die darauf folgende Weltwirtschaftskrise führte aber auch die Ziegelindustrie an den Rand einer Existenzkrise. Dem kurzen Bauboom von 1935 – 1940 folgten die Kriegsjahre. Es fehlte an Kohle und Arbeitskräften. Nur größere Fabriken wurden weiterbetrieben, um den dringendsten Bedarf zu decken. Zu diesen zählte auch die Firma Girnghuber, die damals vor allem nach München lieferte. Bei den Bombenangriffen wurden bei vielen Häusern die Dächer beschädigt. Um die Häuser wieder bewohnbar zu machen mussten Ziegel, vor allem Dachziegel geliefert werden. Für den Bau eines Aluminiumwerkes bei Braunau am Inn in den Jahren 1939/40 wurden in Marklkofen zum ersten Mal Hartbrandsteine für die Schmelzöfen hergestellt.

Parallel zu diesen wirtschaftlichen Entwicklungen hat sich die Technik der Ziegelherstellung vom späten 19. Jahrhundert bis heute fundamental geändert. Am Beginn der GIMA – Geschichte wurden Ziegel saisonal vom Frühjahr bis Spätherbst in reiner Handarbeit fast wie zur Römerzeit gefertigt. Die Dampfmaschine (Dampfziegelei) und dann der Drehstromgenerator haben durch die einsetzende Mechanisierung der Ziegelherstellung revolutioniert. Heute werden bei GIMA fast alle Ziegel vollautomatisch und computergesteuert hergestellt. In fast keinem Industriezweig ging die Umstellung von der Handarbeit zum computergesteuerten Betrieb und die damit einhergehende Konzentration auf wenigere und größere Betriebe so rasch vor sich wie in der Ziegelherstellung. Einen guten Einblick in die historische Technik der Ziegelherstellung gibt das, von GIMA geförderte, Ziegel und Kalkmuseum im niederbayerischen Flintsbach.