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Foto: O. Günzl
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Objektbericht Museum der Kulturen

Foto: Girnghuber GmbH

Horizontale Erschließung

Museum der Kulturen Basel/Schweiz

Boden
Pflasterklinker-Riegelformat

Pressemitteilung
Neugestaltung des Eingangsbereiches zum Museum der Kulturen in Basel/Schweiz
Das Museum der Kulturen in Basel geht in seinen Ursprüngen zurück auf die Mitte des 19. Jahrhunderts. Der klassizistische Bau des Architekten Melchior Berri wurde an der Stelle des Augustinerklosters auf dem Münsterhügel errichtet. Zunächst als „Universalmuseum“ konzipiert, beherbergte es später auch eine der bedeutensten völkerkundlichen Sammlungen Europas. 1917 folgte dann der Erweiterungsbau der Architekten Vischer & Söhne und im Jahre 2001 wurden die Baseler Architekten Herzog & de Meuron mit einer weiteren Kapazitätsaufstockung beauftragt, da die Sammlung mittlerweile etwa 300.00 Exponate umfasste. Bei dieser Gelegenheit sollte das Museum dann auch einen eigenen Zugang erhalten.

Neue Identität
Bis dahin teilte sich das Museum der Kulturen (MdK) seinen Eingang mit dem benachbarten Naturhistorischen Museum. Um die architektonische Identität des MdK zu verbessern, wurde von den Architekten Herzog & de Meuron der Schürhof, zeitweilige Residenz eines Bischofs und mit seinem markanten Portal bereits direkt vom Münsterplatz her erschlossen, zum neuen Eingangshof des MdK entwickelt. Geprägt von historischen kleinteiligen Rückfassaden und Anbauten aus dem Mittelalter und dem Barock, wird der Schürhof damit zu einer Erweiterung des Münsterplatzes.

Ein Hinterhof wird zur Visitenkarte
Ein Teil des Hofes wurde jetzt abgesenkt und mit einem speziell für dieses Objekt von der Firma Girnghuber GmbH aus Marklkofen gefertigten Pflasterklinker als großzügige, sanft geneigte Ebene ausgebildet. Teilweise zu den Seiten hin auslaufende Stufen dieser Fläche nehmen die Topographie des Platzes auf. Die in graufarbenem Naturstein (Porphyr) ausgeführten Trittstufen strukturieren zusätzlich die Anlage. Das durchgefärbte Schiefergrau des Klinkers erzeugt im Gegensatz dazu mit seiner robusten Salzglasur und den aus dem Kohlebrand resultierenden feinen Nuancierungen eine zurückhaltende Lebhaftigkeit, zusätzlich unterstrichen durch das Format und die Verlegungsart des Pflasters. Die Steine wurden als Riegel (490 mm lang x 115 mm hoch x 40 mm breit) hergestellt und hochkant mit einer 6 mm breiten Fuge verlegt. Alles zusammen, - das schmale gestreckte Format, Kantenschärfe und Maßgenauigkeit, schaffen hier bei der leicht abfallenden Gestaltung des Hofes ein Bild präziser handwerklicher Arbeit und leiten über zu den Inhalten der Ausstellung.
In der Fortsetzung der zielführenden abgesenkten Hoffläche lädt die neue Eingangssituation, die sich mit einer fassadenbreiten Verglasung und einem ersten Einblick in den Museumsshop präsentiert, unmissverständlich zum Betreten des Hauses ein. Ein hängender, kletternder und blühender Pflanzenvorhang akzentuiert den neuen Platz.
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