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Foto: Ralf Buscher
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Objektbericht Neubau eines Einfamilienhauses

Foto: Ralf Buscher

Traditionell hanseatischer Mut zur Lücke

Neubau eines Einfamilienhauses Hamburg-Volksdorf

Fassade
Klinker-Riegelformat

Pressemitteilung
Neubau eines Einfamilienhauses in Hamburg-Volksdorf
Das Objekt kontrastiert die klassisch-hanseatische Typologie der Umgebung in abstrakt-moderner Bauform. Die Materialisierung seiner Fassade orientiert sich dabei an den Klinkerbauten älterer Jahre, mit denen der Neubau eine harmonische Nachbarschaft eingeht.

Eingebunden in das Ensemble
Grundstückbedingt ist das Haus kompakt als Split-Level-Typus konzipiert, d.h., der ebenen gewachsenen Topographie wird eine künstliche Topografie des Hauses entgegengesetzt. Die auf diese Weise ent stehenden Ebenen schaffen durch ihre unterschiedlichen Höhen abwechs lungsreiche Raumabfolgen. Geometrisch definierte ?Senken` erlauben die Integration eines Entree-Bereiches ebenso wie eines Pkw-Abstell platzes, einer Dachterrasse sowie einer vertieften Lounge-Landschaft im Bereich des Wohnzimmers. Der Baukörper ist scharfkantig und flächig ausgebildet; seine Umhüllung ist klar gegliedert in offene und geschlossene Partien und ähnelt damit, quasi als modernes Konzentrat, dem Bautypus der Umgebung. Entsprechend wurden Sockellinien und Traufhöhen der Nachbarschaftsgebäude respektiert. Die aus der Gebäudegeometrie entwickelte Auskragung des Hauses löst zugleich das Parkproblem auf dem schmalen Grundstück.

Ein homogenes Kleid, sparsam strukturiert
Der in Hamburg typische rotbraun-bunte Klinker, z.T . noch im Kohlebrand gefertigt, wird wieder aufgenommen, jedoch modern interpretiert in Gestalt und Verarbeitung. Der hier verarbeitete Kohlebrandk linker des niederbayerischen Ziegelherstellers GIMA, Girnghuber GmbH, gefertigt in traditioneller Salzbrand-Technologie, (Werksbezeich nung Breno FKSG, s.a. Anmerkung), und zwar in dem extrem schmalen Riegelf ormat (Abmessungen 390 mm lang, 90 mm tief und 40 mm hoch), hat sich jedoch in Form und Anwendung von dem üblichen statischen Ziegelmauerwerk emanzipiert. Zusammen mit dem hohen Fugenanteil wird die Bekleidung eher als ?textile Tapete` wahrgenommen, die sich um den Kubus legt. Der spezielle Mauerwerksverband lässt dabei subtile Diagonalen im Fugenbild entstehen, die den gewebeartigen Eindruck nachzeichnen. Im Übrigen ist es die betont großflächige Komposition der beiden Hauptmaterialien, Ziegel und Glas, die die Fassadenflächen gliedert, nur sparsam belebt durch die zusätzliche ?paneelhafte` Akzentuierung teils konstruktiver, vertikaler und horizontaler Fugen. Die Materialität der Innenräume ist geprägt durch die seitlichen Sichtbetonwände in Kombination mit Eichendielen im Wohnbereich und hellen Linoleum-Belägen in den Schlafzimmern. Die Sonderbereiche der ?Senken` wurden durch Sonderfarben bzw. –materialien abgesetzt.
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