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Objektbericht Sehbehindertenzentrum

Foto: Stefan Müller-Naumann

Haptisches Erlebnis für sehbehinderte Kinder

Sehbehindertenzentrum Unterschleißheim

Fassade
Klinker NF/DF

Pressemitteilung
Erweiterung des Zentrums für Sehgeschädigtenerziehung in Unterschleißheim bei München, blindengerecht ausgeführt in naturrotem Klinkermauerwerk.
Die ursprünglich ausschließlich für sehbehinderte Kinder geplante Schule in Unterschleißheim bei München wurde damals konzipiert für ca. 80 Kinder und Jugendliche, die teilweise im Internat betreut werden, aber auch in Tagesstätten. Entsprechend den verschiedenen Nebenfunktionen zugeordnete Einzelhäuser gliedern sich an das zentrale Schulgebäude an. Junge Menschen sollten hier in Grund-, Haupt- und Realschule für ein „normales“ Leben innerhalb der Gesellschaft vorbereitet werden. Das Sehbehindertenzentrum entstand bereits 1983 nach den Plänen des Architekten Alexander Pagenstecher, auf einem Grundstück im Straßendreieck Raiffeisenstraße/Edtith-Stein-Straße in Unterschleißheim. Heute, nach fast 25 Jahren, prägt das Areal eine sorgfältig gestaltete Parklandschaft, in die sich die zahlreichen Einzelhäuser natürlich einfügen, - die Schul- und Wohngebäude, gemauert in rotem Klinker, bzw. die mit grau lasierten Fichtenpanelen bekleideten Freizeitbauten. Bei den Erweiterungsbauten, um die es nachfolgend geht, und die erforderlich wurden, da das Zentrum jetzt auch für blinde Kinder geöffnet werden sollte, dominieren dann auch konsequenterweise wieder rote Klinkerfassaden als gemeinsame Sprache von Alt und Neu und verbinden die Erweiterungsbauten mit dem Bestand. 

Medizinischem Fortschritt ist es zu verdanken, dass die Anzahl blinder Kinder rückläufig ist. Die bis vor kurzem noch in München bestehende Blindenschule wurde deshalb aufgelöst und dem Träger des Sehbehindertenzentrums in Unterschleißheim zusätzlich die Aufnahme blinder Kinder übertragen, um sie entsprechend zu integrieren. Sehbehinderte helfen Blinden und erleben so ganz neue positive Erfahrungen. Synergien begleiten das Projekt und geben ihm einen neuen Sinn. Eine entsprechende bauliche Erweiterung des Sehbehindertenzentrums war erforderlich geworden. Zusätzliche, allgemeine Unterrichtsräume, Fachbereiche für Musik, Kunst und Informatik, ergänzende Flächen für die Verwaltung, sowie der Wunsch nach einer Aula gingen als neues Raumprogramm in die Planungen ein, mit der wiederum die Architekten Pagenstecher + Moosmang in Gräfelfing betraut worden waren. Zusätzliche Unterkunftsbereiche waren nicht erforderlich, da der Trend eher zu den Tagesschülern neigt. 
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